Der Clan der Mondrak – Begründer Tagar Mondrak

Zu beginn als ihr Clan noch recht klein war, waren die Mondrak lediglich Gelehrte.

Sie lebten oft etwas abseits von der restlichen Gemeinschaft ihres Volkes. Häufig fand man sie in Archiven und Bibliotheken vor, wo sie gebeugt über Bücher darauf erpicht waren ihr Wissen zu erweitern.

Ihr besonderes Interesse galt der Kunst der Magie. Sie lasen alles über das Ausüben, Wirken, Weben und Erschaffen von Magie, was sie in ihre Hände bekamen.

Ebenso eigneten sie sich Wissen über das Formen aller Elemente an und das Erschaffen von magischen Artefakten.

Doch so viel Wissen, wie sich die Zwerge auch aneignen mochten, es gelang ihnen einfach nicht selbst von ihr Gebrauch zu machen.

Ganz besonders stark strebte Tagar Mondrak, der Begründer des Clans, danach einen Weg zu entdecken, um Magie zu gebrauchen. Doch die Jahre zogen an ihm vorüber und ehe er sich versah, war aus ihm ein alter, wenn auch weiser Mann geworden.

Als die Kraft seiner Lebensjahre beinahe aufgezehrt war, war er dem Gram verfallen und seine Gedanken düster und zerfressen von Neid auf jene Volker denen die Magie nicht fremd war.

In einer seiner dunkelsten Stunden erzählte er seinem einzigen Sohn Melwryn, von einem Hirngespinst, dem er als junger Mann nachgejagt war.

Wenn es möglich war, das die Götter den sterblichen Magie verliehen, war es dann nicht auch möglich, sich die Magie von etwas göttlichem einfach zu nehmen?

Doch Tagar Mondraks Ehrfurcht vor den Göttern war stets so groß gewesen, das er es nie gewagt hätte etwas Göttliches zu bestehlen. Anders sein Sohn Melwryn. Der Gedanke seinem Vater noch in seinen letzten Tagen die Magie zum Geschenk zu machen, entfachte in ihm ein wahres Feuer. Als er entdeckte wie er die Theorie seines Vaters ergründen könnte, gab es kein Halten mehr für ihn. Denn in der Stadt Eschra, in der sie lebten, hatte auch die Göttin Virione, einst gelebt. Da Virione die sterblichen Wesen von je her sehr geliebt hatte, hatte sie auch in Eschra einer Seele eine Gabe geschenkt. Es war ein Bär namens Barlorm gewesen. Viele Jahre war das Tier für die Bewohner wie ein Schutzgeist gewesen, den sie verehrt hatten. Doch auch Barlorms Magie ändere nichts an der Tatsache der Vergänglichkeit. Als der Bär starb, war Virione von Trauer erfüllt. Sie versiegelte seine Seele zusammen mit seiner Magie in einen feuerroten Rubin.

Diesen überließ sie den Bewohnern von Eschra, auf das sie über Barlorm wachen sollten.

Melwryn wusste wo sich der Kristall im Tempel von Eschra befand und als Sohn des Clanbegründers gab es keine Mauern, die ihm den Weg versperren oder Türen, die ihm verschlossen waren.

In einer sehr stillen Nacht stieg er hinab in die Krypta, in der Barlorm zur Ruhe gebettet war und stahl den Stein.

Unter aufwand all seiner Fähigkeiten als großer Alchemist gelang es ihm den Stein in einer Tinktur aufzulösen.

Als er die Tinktur trank, spürte er wie die Magie in seinen Körper floss und in seine Adern sickerte.

Schnell ließ Melwryn seinen Vater und alle andere hochrangigen Clanmitgliedern der Mondrak rufen.

Voller Stolz präsentierte er die Früchte seiner Arbeit und stellte seine neu gewonnen Kräfte zur Schau mit denen er das Element Erde formen konnte. Der große Traum der Mondrak war wahr geworden.

Voller Bewunderung flehten die anderen Clanmitgliedern ihn an, an dem Wunder teilhaben zu dürfen und ohne einen Moment zu zögern, tranken sie Melwryns Elixier. Voller Euphorie sahen sie wie ein nächster Feuer formen konnte… ein anderer Wasser… lediglich Luft, Schatten und Licht, wollten niemandem gehorchen.

Doch Tarag Mondrak verweigerte sich. In ihm brannten Charme und Wut, denn als er in die Augen seines Sohn blickte, ahnte er bereits, welch schreckliche Gräueltat dieser begangen haben musste.

Voller Furcht begab sich Tarag zum Tempel von Eschra und betete. Er flehte die Göttin der Erde an, seinem Taugenichts von einem Sohn zu vergeben.

Doch Wut der Arwah war groß und ihr Herz kalt und hart wie Stein.

Doch statt den Zwergen die neugewonnene Kraft wieder zu nehmen, fasste die Arwah einen grausamen Entschluss.

Sie belegte den Clan der Mondrak mit einem entsetzlichen Fluch. Wann immer sie von er gestohlenen Magie Gebrauch machen würden, würden sie mehr und mehr ergrauen und somit mehr und mehr versteinern, bis sie ganz und gar zu Stein erstarrten würden.

Nach diesen Ereignissen schworen viele Mondrak, die gestohlene Magie nicht zu verwenden und so der Gefahr zu entgehen.

Doch schon bald sollte sich das Ausmaß des Fluches zeigen. Denn er vererbte sich in die folgenden Generationen.

Und so suchte sich die Schuld, die Melwryn Mondrak seinem Clan auf die Schultern geladen hatte schon bald ihre ersten Opfer.

Als die Zwerge und Menschen sich schließlich bekriegten folgten viele Mondrak dem Ruf ihres Volkes und einer nach dem anderen wurde auf dem Schlachtfeld zu Stein… bis nur noch ein sehr kleiner Rest ihres Clans übrig war.

Als Valverahs den sterblichen Völkern die Magie entriss, atmeten viele Mondrak auf, da sie hofften das auch der Fluch nun von ihnen genommen wäre.

Doch die Magie fand den Weg in die Reihen der Mondrak zurück und mit ihr auch der Fluch der Virione.

Zwar besitzt auch er nicht mehr die gleiche Macht, wie vor dem Bruch der Welt, doch immer noch ergraut und versteinert die Haut der Mondrak, wenn sie starke Zauber wirken.

Allerdings gelang es den Zwergen nach Jahren der Forschung und nach dem Erbringen zahlreicher Entbehrungen und Opfer ein Elixier zu brauen, das den Versteinerungsprozess bremsen kann. Dieses Elixier wird Curarium genannt.

Die Rezeptur ist kompliziert und nur ein Bruchteil der hochrangigen Clanmitgliedern ist fähig es zu brauen. Die Ingredienzien von Curarium seien an dieser Stelle nicht erwähnt, da ihre Nennung womöglich für erschütternde Verwirrung, Panik, Ekel oder gar Brechreiz sorgen könnten.

Einzig sei gesagt, die Liste an benötigten Zutaten ist sehr… sehr… sehr… sehr lang!

In der heutigen Zeit teilen sich die Mondrak in 2 Fraktionen auf. Die Forschenden, die nach einer Heilung für ihr Volk suchen und die Lehrenden, welche die jungen Generationen unter ihre Fittiche nehmen, sie lehren ihre Kräfte zu kontrollieren und mit bedacht zu gebrauchen.

Manche von ihnen leben aber auch ganz von ihrem Clan abgeschieden und widmen ihr Leben wie in alten Zeiten einfach dem Sammeln von Wissen.

Äußeres der Mondrak

Schon zu der Zeit, als die Mondrak noch einfache Gelehrte waren, war es in ihren Reihen üblich feine Gewänder oder Roben zu tragen.

Diese Roben, Umhänge oder Mäntel werden oft aus rotem, blauem oder grünem Samt passgenau geschneidert und nicht selten aufwendig mit Goldfäden bestickt.

Auch dem tragen von Schmuckstücken wie Amuletten oder goldenen Ringen mit großen Edelsteinen oder das Tragen von Bartringen gehört durchaus zum typischen Erscheinungsbild der Mondrak.

Zudem tragen besonders hochgelehrte Magier oft Stäbe, in die magische Edelsteine eingefasst sind. Diese Stäbe sind oftmals von imposanter Schönheit und ihr Juwel dient der Kontrolle der eigenen Magie.

Eines der größten Merkmal der Mondrak ist das ergrauen ihrer Haut. In jungen Jahren ist es vielen von ihnen möglich, durch die Einnahme von Curarium, auch nach dem Gebrauch stärkerer Magie wieder zu einen natürlichen Hautton zurück zu finden. Bei Magiern der Mondrak, die ein höheres Alter erlangen, ist dies oftmals nicht mehr gegeben. Ihre Haut behält trotz der regelmäßigen Einnahme von Curarium die gräuliche Farbe.

In manchen Städten hat sich das Grau mittlerweile sogar als Anzeichen für große Kraft und Weisheit etabliert.

Ihr Clansiegel tragen die Mondrak auf dem Handrücken der linken Hand. Das Siegel besteht aus einer Raute, die von einem Ring umschlossen ist. In der Mitte des Siegels befindet sich die Rune für Wissen. 

Steckbrief

  • Attribut: magisch begabt    
  • Bonus: erhöhte Steigerungen der Magie Erfahrung    
  • Statur: hager bis dicklich, je nach Art des Wohlstands    
  • Größe: 1,15m – 1,40m
  • Alter: 70 Jahre bis maximal 95 Jahre
  • Hautfarbe: sehr helle Haut, leichte gräuliche Färbung
  • Haarfarbe: braun, dunkelblond, altersbedingt grau
  • Augenfarbe: blau, grün, braun

Das Wesen der Mondrak

Die Zwerge der Mondrak besitzen seit jeher ein ruhiges und in sich gekehrtes Wesen. Sie meiden großen Trubel. Im Gegensatz zu den anderen Clans der Zwerge legen Mondrak großen Wert auf tadelloses Benehmen und eine sehr gewählte Ausdrucksweise. Flüche oder derbe Schimpfworte entfahren ihnen höchstens in Zorn und auch nur dann, wenn sie sich allein glauben.

Auch wenn sich die Mondrak ihrer dunklen Vergangenheit durchaus täglich durch ihr ergrauen immer und immer wieder bewusst werden, vermag es kaum jemand zu sagen, ob ihr Volk Reue für die Taten des Melwryn Mondrak empfinden. Denn darüber zu sprechen gehört zu den großen gesellschaftlichen Tabuthemen.

Findet sich jedoch trotzdem in einer Gesellschaft ein Gegenüber, das versucht dieses Thema an zu schneiden, so wird sich die Person schnell bewusst, das es der eigenen Gesundheit wesentlich zuträglicher ist, das Thema zu wechseln oder zu schweigen. Da es sich ansonsten ergeben könnte, für immer in den Zustand des Schweigens hinüber zu gehen.

Fest steht, das viele in den Reihen der Mondrak stetig forschen, um dem Fluch ihres Volkes ein Ende zu bereiten.

Gegen einen Magier der Mondrak in einem magischen Duell an zu treten, ist allerdings keine leicht Aufgabe.

Kein anderes der sterblichen Völker besitzt eine so ausgeprägte Kontrolle über die eigene Magie wie sie.

Da sie am allerwenigsten ungehindert Magie wirken können, haben sie einen äußerst ausgeprägten Spürsinn entwickelt. Zudem verfügen sie über eine sehr taktische Vorgehensweise, was wohl der Tatsache geschuldet ist, das jeder Kampf immer ein Kampf um Leben und Tod ist.