Die Aschera – Die Wassernymphen

Die Aschera werden von vielen Vertretern anderer Völker oft als Kinder der See bezeichnet. Ihre Siedlungen säumen die Strände der Inseln, sind auf Stelzenhäuser in Seen hineingebaut oder ziehe sich an Flussufern entlang. Ihre Häuser sind aus Holz gefertigt und auch wenn man es nicht vermuten würde trotzen sie auch stärkeren Stürmen. Diese Bauweise hat sich in der Zeit nach dem Bruch der Welt kaum verändert.

Zudem prägen Stege und andere Zugänge zum Wasser das Bild ihrer Siedlungen. An diesen Stegen liegen oft zahlreich Boote vor Anker. In manchen Gegenden sagt man: Ein Aschera ohne ein Boot ist wie ein Fisch ohne Wasser.

Jedoch handelt es sich nicht um große Handelsschiffe, sondern um Ruder- oder Segelboote, die zum Fischen genutzt werden, oder um kleine Tauchexpeditionen zu Riffen zu unternehmen.

So wie die Silva die Arwah Virione am höchsten verehren, verehren die Aschera die Arwah Elethea am meisten neben Firya.

In Erzählungen heißt es, das Elethea die Aschera lehrte, die wilden Wellen der Nebelsee zu zähmen. Auch heute noch spüren sie den Strom der Magie in den Gewässern der zersplitterten Welt.

Deswegen begleiten magisch begabte Aschera oftmals Expeditionsschiffe in unbekannte Gewässer. Ihre Feinfühligkeit für die magischen Ströme im Meer ist so ausgeprägt, dass sie Schiffe schon viele Seemeilen im Voraus vor Gefahr warnen können. 

Jedoch hat diese Feinfühligkeit auch eine Kehrseite, denn Aschera spüren nicht nur die reine Existenz einer magischen Strömungen im Wasser, sondern auch die Emotion, aus der heraus eine magische Strömung entstanden ist oder ihr anhaftet.

Aschera, die sich schutzlos sehr starken Emotionen aussetzen werden nicht selten von den Emotionen gefesselt und ihr Handeln und ihr Wesen wird davon überschattet.

Das schlimmste bekannte Szenario trug sich auf dem Expeditionsschiff Daragon tief im Osten des Splittermeeres zu. Das Schiff verschwand in eine Nebelwand und blieb 7 Tage verschwunden.

Als es am 8. Tag aus der Nebelwand wieder auftauchte wirkte es stark beschädigt und schien ziellos dahin zu treiben.

Als sich Fischer dem Schiff näherten, um nachzusehen, fanden sie ein Bild des Grauens vor sich. Die Besatzung war bis auf den letzten Mann tot und völlig von Blut verschmiert. In der Kapitänskajüte fand man die Aschera, welche das Schiff begleitet hatte. Sie hatte sich selbst erstochen und mit ihrem eigenen Blut die Botschaft: „Ich war es…“ auf die Seekarte vor ihr geschrieben.

Was genau auf der Daragon geschehen war, konnte nie ergründet werden, denn nur wenige Minuten nachdem die Fischer die Aschera in der Kajüte entdeckt hatte, begann das Schiff wieder auf den Nebel zu zu treiben.

Die Fischer flohen und überließen das Schiff dem Nebel. Es verschwand und wurde nie wieder gesehen.

Doch trotz dieser Gefahr sind die Aschera nicht aus den Besatzungen der Expeditionsschiffe weg zu denken. Aus diesem Grunde haben sich auf einigen Inseln auch Aschera darauf spezialisiert Talismane zu erschaffen, die die Seele eines Aschera schützen.

Dieses Handwerk, das der Kunst der Alchemie nicht ganz unähnlich ist, ist jedoch sehr kompliziert und oft dauert es viele Jahre, bis ein solcher Talisman hergestellt ist.

Jedoch gibt es auch einige Wassernymphen, die Schiffe auf den normalen Seewegen begleiten, denn Aschera besitzen nicht selten auch ein Talent für die Navigation! Viele Seekarten stammen aus ihrer Feder und werden auf einigen Inseln sehr hoch gehandelt!

Aber nicht alle Aschera leben ausschließlich von der Seefahrt.

Auf vielen Inseln gehen Aschera, die keine magische Begabung besitzen, der Fischerei und dem Verkauf, der Schätze der Meere nach. Dazu zählt der Handel mit Muscheln, Korallen, exotische Fische, Schwämme oder auch Perlen.

Äußeres der Aschera

So wie die Silva, sind auch die Aschera recht klein, schlank und feingliedrig, was ihre Statur betrifft. Im Gegensatz zu den Waldnymphen, die trotz allem harte Arbeit verrichten können, ist die reine Körperkraft der Aschera etwas geringer. Für grobe Arbeiten wie schweres Schleppen oder ähnlichem eignen sich nur wenige von ihnen.

Ihre Kleider sind sehr stark an ihr Leben am Wasser angepasst! Die meisten Aschera schwimmen oder tauchen mehrfach täglich, aus diesem Grund darf die Kleidung im Wasser kein Behinderung darstellen.

Sie tragen luftige, lockere Gewänder oft aus einfachem weißen Leinenstoff und einfache geflochtene Sandalen oder laufen auch einfach barfuß. Für viele Wassernymphen ist dies optimal. Auch Nass wiegt der Stoff am Körper fast nichts und sie trocknen sehr rasch in den lauen Brisen an den Gewässern.

Aschera verabscheuen Kleidung aus vielen Metern Stoff, oder schwere Rüstungen. Da sie solcherlei Kleidung oft als einengend oder erdrückend empfinden.

Womit besonders die Frauen der Aschera nicht geizen, ist das tragen von Schmuckstück, welche aus Muscheln, Perlen oder Korallen gefertigt sind. Armreifen, Fußbänder oder Reifen, Ketten, Ringe, Ohrringe, Stirnreifen oder Haarspangen. Es gilt die Regel: Je schillernder, desto beliebter.

Oft sind es auch Erbstücke, die von Mutter zu Tochter weitergegeben werden.

Durch ihr große Lebensspanne altern die Aschera wie alle Nymphen langsamer. Mit etwa 30 Jahren erlangt ihr Körper den Zenit ihrer physischen Entwicklung und verweilt in diesem Stadium bis etwa zum 120 Lebensjahr. Erst dann beginnt für sie der Prozess des Alterns.

Steckbrief

  • Attribut: handwerklich zum teil magisch begabt    
  • Bonus: erhöhte Steigerung der Meerestaucher Erfahrung
  • Statur: klein, zierlich, feingliedrig
  • Größe: 1,50m – 1,65m
  • Alter: 160 Jahre bis maximal 180 Jahre
  • Hautfarbe: helle Haut, leichte Sonnenbräune
  • Haarfarbe: blond, hellbraun, weiß, selten schwarz, rot (natürlicher Farbton)
  • Augenfarbe: grün, braun, blau, violett

Das Wesen der Aschera

Was Wesen der Aschera ist wie das Meer selbst, manchmal ruhig und sanft, manchmal aufbrausen und manchmal wild.

Die meiste Zeit sind die Aschera jedoch recht ausgeglichen. Sie sind zielstrebig und sehr fleißig.

Manche Vertreter anderer Völker würden ihre Art zu Leben als bescheiden oder simpel bezeichnen, da ihre Häuser recht einfach eingerichtet sind und Aschera keinen großen Wert auf Besitz in Form von Wertgegenständen legen.

In manchen Dörfern sind auch die Häuser oder Hütten nicht verschlossen oder besitzen gar keine Türen oder Fenster. Denn für viele Aschera ist es nicht nur wichtig dem Wasser nah zu sein, sondern auch den frischen Wind der Seen und Gewässer stets um sich zu haben.

Auf manchen Inseln hält sich auch wacker das Gerücht das Aschera ohne Wasser nicht lange überleben könnten und jeden Tag mehrfach schwimmen müssen. Dies ist zwar blanker Unsinn, aber das Aschera wirklich sehr viel Zeit auf oder im Wasser verbringen, kann nicht geleugnet werden.

Auch einiger Aberglauben rankt sich um das Volk der Wassernymphen.

So glaubt man auf einigen Inseln, die Wassernymphen währen fähig sich in Nixen zu verwandeln und auf dem Meeresgrund in Höhlen zu leben …. Oder das sie sich in mit Meeresungeheuern lieben, und seltsame Wesen auf die Welt bringen, die die Schiffe der anderen Völker kentern lassen.

Die Aschera haben gelernt mit diesem Aberglauben und Gerüchten zu leben und sich zum teile auch einen Spaß daraus zu machen. Besonders die Furcht der Algor belustigt viele Aschera.