Die Gael – Die Lichtnymphen

Das wohl friedenliebendste sterblichen Volk sind die Lichtnymphen, die seit jeher Gael genannt wurden.

In den frühen Tagen lebten sie einzig und allein in der Tempelstadt Tergaron, wo sie den Weisungen und Lehren der Arwah Divina, der Göttin des Lichts, lauschten.

Divina lehrte das Volk der Gael gerecht zu handeln und Güte zu zeigen. Ebenso vermittelte sie ihnen Werte wie Mitgefühl, Fürsorglichkeit, Toleranz, Pflichtbewusstsein und Respekt und das Streben nach Harmonie.

Doch es war nicht nur die Verinnerlichung der verschiedenen Lehren, welche die Gael ausmachte. Auch besaßen viele von ihnen die Gabe das Licht auf eine ganz eigene Weise zu verstehen und Firyas Magie darin zu finden und nach ihrem Willen neue Zauber daraus zu wirken.

Ihre Zauber und Fähigkeiten unterschieden sich jedoch stark voneinander und waren auf diese Weise sehr vielfältig.

Manche Gael waren in der Lage die letzten Fäden des Lichtes aus der Dunkelheit zu sammeln und sie simpel zu einem hellen Schein zusammen zu knüpfen. Diese Gabe bracht ihnen den Namen Fadenknüpfer ein.

Manche Gael hingegen konnten ein Licht entfachen, das die Gefühle anderer beeinflussen und so aufkochende Wut oder Angst besänftigen oder Freude und zuversichtliche Gedanken stärken konnte. Sie wurden auch Seelenflechter genannt.

Die Mächtigsten unter den Gael waren jedoch jene, deren Lichtmagie heilende Kräfte besaß. Ihr Licht konnte nicht nur Schmerzen lindern oder Krankheitssymptome schwächen. Viele von ihnen waren fähig auch schwere Krankheit oder Gebrechen, bei denen die Kräuterheilkunde versagte, vollkommen zu heilen. Sie nannte man Schicksalsweber.

Als es schließlich an der Zeit war für die Arwah Divina, die Welt der sterblichen Völker zu verlassen, bat sie die Gael die Tempelstadt Tergaron zu verlassen und hinaus zu ziehen und mit ihrer Gabe jene zu suchen die Hilfe benötigen. So zogen die Lichtnymphen hinaus in die Welt. Man traf sie stets in kleinen Gemeinschaften in den Dörfern, Siedlungen und Städten. Sie kümmerten sich um die ärmlichen Bewohner, die Kranken und Verletzten oder aber trugen dazu bei Streitigkeiten unter Dorfbewohnern zu schlichten.

Oftmals wurden sie auch von den Bewohnern gebeten an den örtlichen Tempel oder Schreinen Gebete zu Ehren der Götter zu sprechen.

Oftmals eilten zu solchen Ereignissen sehr viele Menschen, Dhiragoni, Zwerge, Nymphen und Orks herbei.

Diese Aufgaben und die Herzlichkeit, mit der sie an so vielen Orten des großen Kontinentds empfangen wurden erfüllte die Gael mit Stolz und Zufriedenheit.

Doch als die Zeit anbrach in der sich die Menschen und die Zwerge bekriegten sollten die Lichtnymphen auf ihre erste harte Probe gestellt werden.

Sowohl die Menschen als auch die Zwerge wussten über die Fähigkeit der Gael und versuchte sie zu umgarnen und sich mit Geschenken und Komplimenten bei ihnen ein zu schmeicheln, auf das sie die Moral der Truppen so mit ihrer Magie stärkten, sodass sie ohne Verluste zu bemerken stets weiter kämpfen würden.

Die Gael waren schockiert darüber wie schamlos ihre Magie, mit denen sie so vielen Menschen und auch Zwergen geholfen hatten nun für den Krieg ausgenutzt werden sollte.

Und so fiel es vielen von ihnen schwer an den Lehren über Güte und Gerechtigkeit fest zu halten, in denen sie Divina gelehrt hatte alle Völker zu respektieren und zu helfen, wo es nötig war.

Trotz diesem Unmut boten die Gael sowohl den Menschen als auch den Zwergen an ihren Kriegsverletzten zu helfen.

Jedoch dauerte es nicht lange bis diese Güte hart vom Schicksal bestraft wurde. Denn als die Schlachten zahlreicher wurden und immer mehr Menschen und Zwerge in den Krieg zogen, nutzen die Kriegstreiber diese Güte aus, um magische Artefakte zu stehlen oder um Gael zu entführen und zu verschleppen.

So verschlossen die Lichtnymphen ihre Herzen und schickten Hilfesuchende fort. Die meisten von ihnen begaben sich in die Stadt Avirath, wo manche von ihnen zum ersten Mal in ihrem Leben nach Waffen griffen, um die magischen Artefakte und die Stadt zu verteidigen. Für viele Nymphen eine groteske Wendung, da die Lehren der Divina sie doch stets ermahnt hatten ihren Willen nicht mit Gewalt durchzusetzen!

Nach Valverahs war die Trauer der Gael groß. Das innere Licht der Schicksalsweber war erloschen und das verbreiten von Hoffnung schien ihnen beinahe vollkommen unmöglich. Viele, die gekämpft hatten versanken in tiefe Depressionen und schrieben ihrem unverzeihlichen Handeln zu, das sie Fyria und die Arwah so erzürnt hatten, das die Welt geborsten war.

Doch als das Licht seinen weg zu den ersten neugeborenen der Gael, die nach der Nacht der Scherben geboren waren, zurück fand, kehrte auch die Hoffnung in die Reihen der Gael zurück.

Die neugeborenen Kinder der Gael konnten zwar nur einfache Zauber weben, die kleine Lichter erzeugen konnten, deren Schein maximal eine wärmendes Gefühl auslöste. Doch dies reichte, um die Gael wieder an die Aufgabe zu erinnern, die ihnen die Göttin Divina einst aufgetragen hatte.

Als die ersten Artefakte der Gael aus der alten Zeit wieder entdeckt wurden, beschenkte man die neue Generation Schicksalsweber damit. Mit diesen Artefakten war es ihnen schließlich wieder möglich heilende Zauber zu wirken.

Auch in der heutigen Zeit gehen die Geal immer noch Divinas Auftrag nach. Ihr Wille zu helfen ist immer noch unerschütterlich.

Doch ebenso viele von ihnen sind auf der Suche nach ihren alten Schätzen.

Äußeres der Gael

Die Lichtnymphen sind diejenigen unter den Nymphen, die am zerbrechlichsten wirken. Da sie seltenst Handwerke ausüben, die innen Körperkraft abverlangen und auch das Kämpfen strikt ablehnen, sind die wenig muskulös und wirken eher schlaksig.

Für manche Vertreter anderer Völker gilt die oft sehr schmale Taille, der blasse Hautton und das seidige Haar der Frauen der Gael als absolutes Schönheitsideal.

Dies rührt nicht zuletzt daher, das die Gael ein sehr reinliches Volk sind und auf ihr Erscheinungsbild sehr achten.

Was ihre Kleidung betrifft tragen die Männer der Lichtnymphen oftmals Roben aus leichten, feinen Stoffen in hellen Farben, wie blassem blau oder grün. Dazu leichtes Schuhwerk.

Die Frauen tragen Kleider mit bodenlangen Röcken aus ähnlichen Material in gleichen Farben.

Sowohl die Kleidung der Männer als auch der Frauen verzichtet auf Ärmel, da die Gael ihre Handgelenke und Oberarme mit Armreifen schmücken.

Fadenknüpfer tragen bronzene Reifen. Seelenflechter tragen Reifen aus Silber und Schickselsweber tragen Reifen aus Gold.

Andere Schmuckstück tragen die Gael nicht, da irdische Besitztümer für sie keine große Rolle spielen.

Auch wenn sie umherreisen haben sie meist nicht mehr Gegenstände bei sich, als in einen Beutel aus Leinenstoff zum umhängen hinein passt.

Durch ihr große Lebensspanne altern die Gael wie alle Nymphen langsamer. Mit etwa 30 Jahren erlangt ihr Körper den Zenit ihrer physischen Entwicklung und verweilt in diesem Stadium bis etwa zum 120 Lebensjahr. Erst dann beginnt für sie der Prozess des Alterns.

Steckbrief

  • Attribut: magisch begabt und spirituell    
  • Bonus: erhöhte Steigerung der Lichtmagie Erfahrung    
  • Statur: feingliedrig, sehr zierlich, leicht schmächtig    
  • Größe: 1,55m – 1,70m
  • Alter: 150 Jahre bis maximal 180 Jahre
  • Hautfarbe: sehr helle Haut
  • Haarfarbe: blond, weiß, hellbraun, rot (natürlicher Farbton)
  • Augenfarbe: blau, grün, braun, goldgelb

Das Wesen der Gael

Das Volk der Gael ist ein besonders friedliebendes Volk. Sie verabscheuen Hass und Gewalt, Streit, Verrat oder Provokation.

Eigenschaften, die sich unter den Gael oft wiederfinden lassen sind, positive Dinge wie: Geduldigkeit, Zielstrebigkeit, Fleiß, Beständigkeit, Güte oder auch Disziplin.

Ihr Bestreben ist es, immer auch eine friedliche Lösung für einen Konflikt zu finden ganz im Sinne Firyas und der Arwah.

Zudem sind sie sehr gläubig und studieren schon in jungen Jahre die Lehren der Götter. Einklang, Harmonie und inneren Frieden zu verspüren ist nach ihrer Auffassung nur jene gegeben, deren Leben bestimmt ist von Bescheidenheit, Zufriedenheit und dem Glauben an Firya und die Arwah.

Eine sehr große Bedeutung besitzt auch das Sprechen der Gebete für die Gael.

Eine besondere Ehre ist es für sie in Tempeln vor vielen versammelten Gläubigen sprechen zu dürfen.

Eine andere Eigenschaft der Gael ist ihre starke Empathie, die ihnen Hilft die Sorgen, Nöte und Gefühle anderer nachzuvollziehen. Doch die Konfrontation mit Vertretern anderer Völker war es auch, welche die Gael lehrte, das bloßes predigen von einem „richtigen Wege“ keinen Dauerhaften Frieden hervorbringen könnte, wenn man nicht lernte die Kultur eines andern Volkes zu verstehen und ihren Sitten und Gebräuche mit Toleranz gegenüber zu treten.

Kaum ein anderes sterbliches Volk hat sich mit den Kulturen Iviriaths so auseinander gesetzt wie die Gael.