Die Götter Firenjas

Firya und die Arwah

Firya – Die Göttermutter

Firya wird verehrt als die Göttin des Lebens.

Firya steht für den Beginn allen Seins, für Gleichgewicht und Harmonie und Güte.

Firya ist die erste Göttin, die im Nichts erwachte und die Grundfeste der Welt nach den Bildern schuf, die ihr ihre Träume offenbart hatten.

Ihre Kraft war es, die die Welt formte und Celestil den Sitz der Götter schuf, sowie Iviriath die Lande der Sterblichen.

Sie war es ebenfalls, die, die Arwah schuf und ihnen ihre göttliche Kraft und den Funken des ewigen Lebens gab. Deshalb wird Firya von vielen Völkern als große Mutter verehrt.

Sie ist es, die die Welt von Celestil aus stets betrachtet und über die Seelen aller Wesen wacht.

Selbst nach dem Bruch der Welt ist der Glaube an Firya in vielen Sterblichen fest verankert.

So erzählen sich die Völker, das ihre geliebte große Mutter seit dem Bruch der Welt zwar vor trauer wieder in einen tiefen Schlaf gefallen ist, ihr Geist aber trotz allem über Iviriath wacht und ihre Hände schützend über die Welt hält.

Firya wird zumeist dargestellt als zierliche Frau in einfachen Kleidern, mit langem Haar und einem gütigen Lächeln.

Jedoch ist diese Darstellung leicht umstritten, den im Gegensatz zu den Arwah, stieg Firya nach der Geburt der sterblichen Völker nicht mehr nach Iviriath hinab.

Die Arwah

Virione – Die Jägerin

Virione wird verehrt als die Göttin der Erde, der Wälder und der Jagd.

Sie steht für die Schönheit der Natur, für Wachstum, Fruchtbarkeit und die Schätze der Erde.

Virione entstieg Firyas ersten Traum und gebietet über das Element der Erde. Sie schuf die Tiere, die mystischen Wesen und das Gleichgewicht der Natur.

Sie brachte den sterblich Völkern bei, die Natur zu achten und sich an ihren Schätzen zu bedienen, ohne das Gleichgewicht zu zerstören.

So lehrte sie die Völker die Kunst der Medizin durch Pflanzen und Gewächse oder durch Heilsteine, andererseits auch die Kunst der Jagd.

Virione war bis zum Bruch der Welt am stärksten mit den Orks und den Nymphen verbunden. Einige Kinder dieser Völker soll sie geliebt haben, als wären es ihre eigenen Söhne und Töchter. Das Bekannteste von Viriones Kindern ist ein junger Nymph namens Cernunnos, welchem sie die Gabe verliehen haben soll, die Gestalt eines Hirsches anzunehmen.

Seit dem Bruch der Welt stieg die Göttin nicht wieder nach Iviriath hinab. Allerdings gab es immer wieder Geschichten von Wanderern und Jäger, die Berichten eine Frau gesehen zu haben, die auf dem Rücken eines weißen Hirsches durch die Wälder reitet.

In den Überlieferungen aus der Zeit vor dem Bruch der Welt wird Virione als hübsche, blonde Frau beschrieben in der Gewandung eines Jägers bewaffnet mit Pfeil und Bogen.

Elethea – Die Heilerin

Elethea wird verehrt als Göttin des Wassers, der Meere, Seen und Flüsse.

Sie steht für Ruhe, Vertrauen und den Kreislauf von Entstehen und Vergehen sowie für Erneuerung und Heilung.

Elethea wurde geboren aus dem zweiten Traum Firyas und gebietet über das Element des Wassers.

Mit Kraft des Wassers erschuf sie den ewigen Kreislauf von Entstehen und Vergehen.

Sie lehrte die Völker das Geschenk des Lebens zu verstehen und es zu achten und ebenso die Notwendigkeit des Vergehens und des Sterbens zu akzeptieren.

Sie vermittelte den Völkern Wissen über das Brauen von Heiltränken, Tinkturen, Salben und Arzneien und legte damit auch den Grundstein für die Kunst der Alchemie.

Elethea fühlte sich stets sehr den Nymphen verbunden, aber auch die Menschen erfreuten sich ihrer Gunst.

So heißt es Elethea habe einigen wenigen Vertretern dieser beiden Völker die Rezeptur des Panazee anvertraut. Jedoch konnte der Wahrheitsgehalt dieser Bezichtigung nie ergründet werden.

Seit dem Bruch der Welt stieg Elethea nicht wieder nach Iviriath hinab.

In den Geschichten mancher Seefahrer heißt es jedoch, das Elethea die Seefahrenden beschützt und in Gestalt einer Nixe den ertrinkenden Seeleuten zu Hilfe eilt.

In den Überlieferungen aus der Zeit vor dem Bruch der Welt wird Elethea als eine kleine, zerbrechliche und zierliche Frau beschrieben, mit bodenlangem weißen Haar und Augen so blau wie die Tiefsee.

In manchen Darstellungen trägt sie schlichte, jedoch elegante Kleider und ist geschmückt mit Muscheln und Perlen.

Elvar – Der Wanderer

Elvar wird verehrt als Gott der Lüfte, Winde, Stürme und Orkane.

Elvar steht für die Veränderung, Fernweh aber auch für Heimat, sowie für die Freiheit des Geistes und die Künste.

Elvar entstieg dem dritten Traum Firyas und gebietet über das Element der Luft. Er schenkte der Welt den Wechsel der Jahreszeiten und die damit verbundene Veränderung der Natur.

Im Gegensatz zu den anderen Arwah verbreitete Elvar kaum Lehren unter den sterblichen Völkern. Den sein Interesse gehörte stets der natürlichen Veränderung. Eher erweckte er in den Herzen derer, die seinen Worten lauschten Fernweh und Entdeckergeist.

Es heißt Elvar habe sich selbst oft zu Reisenden an ein Lagerfeuer begeben, die Geselligkeit genossen, Gedichte aus seiner Feder dargeboten oder die Ohren seiner Zuhörer mit Gesang beschenkt.

Bis zur heutigen Zeit spielen die Reisende noch Melodien von Elvars Liedern, auch wenn viele seiner Texte leider nicht mehr überliefert sind.

Elvar war der einzige der Arwah, der keines der Völker bevorzugte. Er war allen sterblichen Völkern gleichermaßen freundlich gesonnen.

Seit dem Bruch der Welt stieg Elvar nicht mehr nach Iviriath hinab und ward auch nicht in irgendeiner Form je wieder gesehen.

In den Überlieferungen aus der Zeit vor dem Bruch der Welt wird Elvar als hochgewachsener, junger Mann beschrieben mit sehr weichen, fast weiblich Gesichtszügen und kurzem, lockigen braunen Haar. In den meisten Darstellungen trägt er das schlichte Gewand eines Wanderers und in der Hand einen großen Wanderstab.

Tharag – Der Schmied

Tharag wird verehrt als Gott des Feuers, der Glut und Flammen und der Asche.

Tharag steht für den ungebrochenen Willen, Kampfgeist und Stärke, sowie für Fleiß, Geschick und Ideenreichtum.

Tharag entstieg dem vierten Traum Firyas und gebietet über das Element des Feuers. Sein Geschenk an die Welt war, das Anfachen des Lebenswillens aller Wesen.

Tharag war es der den sterblichen Völkern die Kunst des Handwerks näher brachte. Er entfachte die ersten Schmiedefeuer und lehrte vor allem dem Volk der Zwerge die Schätze der Erde zu erkennen, sie zu bergen und zu Werkzeugen zu verarbeiten.

Auch vermittelte Tharag den Völkern seinen Ideenreichtum und erweckte vor allem bei den Zwergen und den Ork den Erfindergeist, woraufhin viele Werkzeuge entstanden, die wiederum neue Handwerkszweige entstehen ließen.

Zudem war es der Tharag der den Völkern ebenso das Schmieden von Waffen und Rüstungen lehrte, sowie die Kunst des Kampfes. Das die sterblichen Völker seine Intension sich lediglich Verteidigen zu können irgendwann ganz vergessen würden, grämt den Gott noch bis zum heutigen Tag.

Seit dem Bruch der Welt stieg Tharag nicht mehr hinab nach Iviriath. Es heißt er habe sich in seine Schmiede in Celestil zurückgezogen, so er die gebrochenen Schwerter und Äxte der verstorbenen Krieger neu schmiedet, auf das ihre Seelen nicht länger verloren sein mögen.

In den Überlieferungen aus der Zeit vor dem Bruch der Welt wird Tharag als kräftiger Mann beschrieben, dessen Körper von der harten Schmiedearbeit geprägt ist. Sein langes rotes Haar und sein Bart sind kunstvoll geflochten und sein Blick ist wild und entschlossen.

In manchen Darstellungen trägt er gepanzerte Beinplatten und Stiefel, der Oberkörper jedoch ist frei. Darstellungen Tharags im Kampf zeigen den Gott bewaffnet mit einem Speer oder auch mit einem Zweihandschwert.

Aran – Der Wächter

Aran wird verehrt als Gott der Schatten, der Dunkelheit, der Nacht und des Todes.

Aran steht für die Stille, Einsamkeit und das Verborgen. Er steht für Erinnerung und für das Vergessen.

Aran entstieg gemeinsam mit seiner Zwillingsschwester Divina dem fünften und letzten Traum Firyas.

Er schuf gemeinsam mit seiner Schwester den Wechsel von Tag und Nacht und die Zeit an sich. Da die sterblichen Völker Arans Dunkelheit von je her fürchteten, wandelte er nur selten unter ihnen.

Schließlich machte er es sich zur Aufgabe sich der Seelen der Toten anzunehmen. Aus diesem Grund bat er Firya darum, dass sie einen Ort erschaffen möge, an dem die vergangen Seelen verweilen könnten bis sie erneut geboren werden und ihren Weg nach Iviriath zurückfinden.

Firya kam diesem Wunsch nach und schuf die Gemäuer von Inferis, die Ruhestätte der Toten, dessen Wächter Aran fortan war.

Manche Geschichten erzählen davon, dass der Gott in diesen Gemäuern schrecklich unter der Einsamkeit dieses Ortes litt und so schließlich den Verstand verlor.

In einem alten Märchen der Zwerge heißt es, das sich der Gott der Schatten in den Tiefen der Berge herumtreibt und an den Stellen, wo er den nackten Fels berührt die wundervollsten Edelsteine entstehen, um die Gier in den Herzen der Bergleute zu erwecken, auf das sie so tief schürfen, das sie schließlich die Gemäuer von Inferis erreichen, von wo kein Lebender entkommen kann.

Auch bei anderen Völkern gibt es Geschichten, Märchen und Erzählungen in denen der Gott Aran Seelen in seine Gemäuer lockt, um so der Einsamkeit zu entkommen.

Aran verweilte sowohl vor dem Bruch der Welt als auch danach in den Gemäuern von Inferis.

In den Überlieferungen aus der Zeit vor dem Bruch der Welt wird Aran als blasser junger Mann mit weißem Haar dargestellt, dessen Augen silbergrau schimmern wie das Licht des Mondes. Er wird oft dargestellt in schwarzer Gewandung mit einem Fell um die Schultern gelegt. Am Bund seines Gürtels hängt ein großer Schlüsselbund, mit den Schüsseln der Tore der Gemäuer von Inferis.

Divina – Die Gerechte

Divina wird verehrt als Göttin des Lichts, des Tages und des Wissens und des Lebens.

Divina steht für Wissen, Weisheit und Güte, aber auch für Rechtschaffenheit und Gerechtigkeit.

Divina entstieg wie ihr Zwillingsbruder Aran dem fünften und letzten Traum Firyas und gebietet über das Element des Lichts.

Sie schenkte der Welt zusammen mit ihrem Zwillingsbruder Aran den Wechsel von Tag und Nacht und damit auch die Zeit selbst.

Das helle Licht das Divina verkörpert zog die Aufmerksamkeit der sterblichen Völker von je her auf sich.

Divina lehrte die sterblich Völkern Recht und Unrecht zu unterscheiden, Wahrhaftig zu Leben, Unrecht gerecht zu strafen und Gnade walten zu lassen.

Ebenso lehrte sie Wissen zu bewahren, niederzuschreiben und für nachfolgende Generation zu sichern.

Auch war es Divinas Licht, dass den Seelen den Weg zurück nach Iviriath weisen sollte, wenn sie aus den Gemäuern von Inferis zurückkehrten, um wiedergeboren zu werden.

Es heißt am meisten genoss Divina die Gesellschaft der Menschen.

Seit dem Bruch der Welt stieg Divina nicht wieder nach Iviriath hinab. Es heißt sie beobachtet die Welt voller Sehnsucht am Tag und bei Nacht von Celestil aus.

In den Überlieferungen aus der Zeit vor dem Bruch der Welt wird Divina als hübsche Frau mit langem, welligen blonden Haar und Augen so golden wie die Sonne selbst beschrieben. In den meisten Darstellungen trägt sie ein einfaches weißes Kleid, und an Hand und Fußgelenken goldene Reifen.