Die Nymphen

Als einziges der sterblichen Völker lebten die Nymphen nie als ein geeintes Volk zusammen.

Schon in den Tagen, in denen ihr Volk geboren wurde, bemerkten die Nymphen, dass sie zwar alle stark mit der Magie Firyas verbunden zu sein schienen, ihre Art die Magie der Göttin zu verstehen sich jedoch völlig voneinander unterschied.

So bevorzugten die Nymphen seit je her die Gesellschaft jener, welche die Magie auf die gleiche Weise verstanden, wie sie selbst.

Jene Nymphen, die den Strom von Firyas Magie in der Erde, den Pflanzen und den Tieren spüren konnten, nannten sich selbst Silva. Sie scharrten sich um die Arwah Virione, lauschten ihren Worten und verehrten sie.

Nymphen die Firyas Magie in der Strömung der Seen, Flüsse und Meere spüren konnten gaben sich den Namen Aschera. Ihre Verehrung galt der Arwah Elethea. Sie lehrte es den Aschera das Meer zu zügeln und mit Hilfe der Gestirne Iviriaths stets den Heimweg zu finden.

Diejenigen der Nymphen, die den Mond verehrten und die Firyas Magie verborgen im Schatten der Nacht und im Licht des Mondes fanden, widmeten ihr Leben dem Kampf und verehrten den Arwah Aran. Sie nannten sich die Noctra.

Und zuletzt sammelten sich die Nymphe, welche die Magie des Lichtes verstanden und darin Schutz und Heilung erkannten. Sie nannten sich Gael und ihre tiefe Verehrung galt der Arwah Divina.

So lebten die 4 Völker der Nymphen viele hundert Jahre friedlich mit den anderen Völkern auf dem großen Kontinent zusammen. Ihr Leben widmeten sie der Verehrung der Götter und der Ergründung ihrer eigenen Magie.

Schließen waren es auch die Nymphen, die als erstes Volk in der Lage waren Magie auf einen Gegenstand zu binden und so magische Artefakte zu erschaffen. Diese Artefakte erschufen für einen Magiewirkenden ganz neu möglichkeiten sein Element zu nutzen. Zudem war der Besitzer mit der Kraft eines Artefaktes um ein vielfaches stärker.

Als die Menschen und die Zwerge begannen Kriege zu führen, versuchten sie mit den Nymphen eifrig Bündnisse zu schmieden, und so an mächtige Artefakte zu gelangen.

Doch die Nymphen lehnten jegliche Bündnisse ab und versuchten eindringlich die Völker vom Morden ab zu bringen und Konflikte nicht länger durch Schlachten zu lösen.

Lediglich die Gael zeigten sich den Menschen und Zwergen gegenüber offen. Sie boten an verwundeten Kriegern Zuflucht zu gewähren und abseits von der Schlacht diese Wunden zu versorgen. Dankend nahmen die Menschen und die Zwerge diese Hilfe an. Doch jene die Krieg führten, waren nicht alleine auf die Hilfe der Lichtnymphen aus. Unter den Hilfesuchenden verbargen sich immer wieder Diebe, welche die Freundlichkeit der Gael ausnutzen. Sie schlichen Nachts durch die Behausungen der Nymphen und stahlen alles an Artefakten, was sie in ihre gierigen Hände bekommen konnten. Erwischte man sie, schreckten sie selbst vor brutalem Mord nicht zurück, um mit ihrer Beute zu entkommen. 

Um wieder Herr der Lage zu sein, schlossen die vier Völker der Nymphen einen Bund und versiegelten alle Artefakte in der Stadt Avirath in einer Kammer tief unter der Erde. Doch es dauerte nicht lange, bis die Menschen und Zwerge versuchten Aviraths zu überfallen und sich die Artefakte zu holen. So wurden die Nymphen schließlich gezwungen die Waffen zu erheben.

Noch bis kurz vor den Ereignissen Valverahs wüteten blutige Kämpfe vor den Toren der Stadt.

Nach dem Bruch der Welt waren es die Nymphen, welche den Verlust der Magie neben den Dhiragoni mit am härtesten traf.

Sie nahmen die Geschehnisse Valverahs am stärksten als Strafe der Götter war. Auf vielen Inseln war es das Unvermögen die Konflikte der Völker zu schlichten, welches als Grund für Valverahs angesehen wurde.

Ihr Lebenswille flammte erst wieder auf, als erste Artefakte der alten Zeit in Ruinen wiederentdeckt wurden.

Viele der neugeborenen magiebegabten Nymphen haben sich zu einem Zirkel zusammengeschlossen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Artefakt aus der alten Zeit wieder zu finden und auf die Insel Semistrea zu bringen, auf der Vermutungen nach einst die Stadt Avirath gelegen haben soll. 

Die Hoffnung die Gnade der Götter zu erfahren, und die alten Schätze ihres Volkes wieder zu finden treibt diese Nymphen stets voran.