Die Silva – Die Waldnymphen

In der Zeit vor dem Bruch der Welt lebten die Silva lange Zeit in den zentral gelegenen Wäldern des großen Kontinents.

Ihre Siedlungen und Dörfer lagen versteckt in den Kronen und Wipfeln der Irillja, gewaltige Bäume mit Blättern so groß wie Karrenräder und sehr verzweigtem Geäst.

In manchen Geschichten aus der Zeit vor dem Bruch der Welt heißt es Virione selbst habe die Irillja mit ihrer Magie genährt, um den Silva so eine Heimat zu schenken. Dort hoch oben erbauten die Silva großen, offenen Baumhäuser, verbunden durch zahlreiche Brücken und Leitern. 

Als die ersten Siedlungen errichtet waren, lebten die Silva noch von dem, was sie im Wald an Nahrung fanden oder ihnen die Jagd einbrachte.

Später trieben sie Handel mit den Oks und seltener mit Menschen oder Zwergen und boten verschiedene Kräuter oder Tierfelle im Tauschhandel gegen andere Güter an.

Die meisten der Silva können bis zum heutigen Tage die Ströme von Fyrias Magie an spirituellen Orten deutlich in der Erde, den Pflanzen und Tieren wahrnehmen. Darum fühlen sie sich mit der Natur sehr verbunden. Von Vertretern anderen Völkern werden sie aus diesem Grunde auch hin und wieder als Wald- Baum- oder Wiesennymphen betitel, was bei den Silva jedoch nicht wirklich auf nennenswerte Begeisterung stößt.

Zu der Zeit vor Valverahs war es nicht selten, das Silva neben dem Element der Erde auch das Element Feuer formen konnten. Diese Gabe ging jedoch mit dem Bruch der Welt verloren.

Heute ist es den Silva, wenn überhaupt, nur noch möglich das Element Erde zu formen. Und auch dies nicht ohne ein Hilfsmittel. Um ihre Kraft bündeln zu können ist ein Edelstein nötig. Diese bestehen oftmals aus Bergkristalle, Rosenquarz, Achat oder andere Mineralien, die während eines Rituals mit Magie getränkt und an ihren Besitzer gebunden werden.

Jedoch verzichten die Silva beinahe gänzlich auf den Gebrauch ihres Edelsteins. Der Grund hierfür liegt in der Zerbrechlichkeit der magischen Edelsteine, die auch Imaril genannt werden. Ist die gebündelte Magie im Stein zu stark, droht der Kristall zu zerbrechen. Geschieht dies, verliert ein Silva die Gabe Magie zu wirken, denn bislang ist nichts darüber bekannt, das es je einem Silva ein zweites Mal geglückt wäre einen Imaril zu erschaffen.

Der Einsatz der eigenen Kräfte wird lediglich genutzt, um der Natur schützend und stützend zur Seite zu stehen.

Was den Glauben betrifft verehren die Silva auch heute noch Firya und die Arwah Virione. Mehrfach im Jahr feiern die Silva Feste zu ehren der Götter, bei denen lange Gebete rezitiert werden oder auch Opfergaben wie Blumen, Früchte, Felle oder Horn erbracht werden.

Äußeres der Silva

Die Silva sind ein recht klein gewachsenes Volk, was sie jedoch nicht im geringsten stört. Allerdings wirken sie auf die Vertreter anderer Völker durch ihre geringe Körpergröße oft viel zerbrechlicher als sie es wirklich sind.

Ihre Kleidung besteht aus Tuch oder Wolle, je nach der Witterung und den klimatischen Gegebenheiten. Von der Farbgebung her bevorzugen die meisten Silva Grüntöne oder Brauntöne, um vor allem bei der Jagd mit der Natur eins zu werden.

Geschneidert werden aus diesen Stoffen oft Roben, Mäntel oder Tuniken mit vielen Taschen. Auch an ihren Gürteln tragen viele Silva kleine Taschen oder Beutel, um allerhand Kram zu verstauen. Als Schuhwerk dienen robuste Lederstiefel.

Die erfahrenen Jäger der Silva tragen darüber hinaus Bögen, Dolche, Messer oder Armbrüste mit sich.

Durch ihr große Lebensspanne altern die Silva wie alle Nymphen langsamer. Mit etwa 30 Jahren erlangt ihr Körper den Zenit ihrer physischen Entwicklung und verweilt in diesem Stadium bis etwa zum 120 Lebensjahr. Erst dann beginnt für sie der Prozess des Alterns.

Steckbrief

  • Attribut: handwerklich zum teil magisch begabt    
  • Bonus: erhöhte Steigerung der Kräutersammler Erfahrung    
  • Statur: klein, zierlich, feingliedrig
  • Größe: 1,50m – 1,65m
  • Alter: 160 Jahre bis maximal 180 Jahre
  • Hautfarbe: helle Haut, leichte Sonnenbräune
  • Haarfarbe: blond, hellbraun, weiß, selten schwarz, rot (natürlicher Farbton)
  • Augenfarbe: grün, braun, blau, violett

Das Wesen der Silva

Silva gelten als überaus ausgeglichen, ruhig und zurückhaltend. Sie versuchen Konflikte stets auf eine Weise zu lösen, die allen Beteiligten gerecht wird, wodurch sie viele die Silva als sehr diplomatisches Volk wahrnehmen.

Was den Glauben angeht, sind die Silva, wie alle Völker der Nymphen, sehr ehrfürchtig. Firya gilt die größte Verehrung. Ihr folgt dicht die Arwah Virione. In einigen alten Überlieferungen der Silva wird Firya auch „Gütige Mutter“ genannt, und Virione als „Ehrwürdige Schwester“ bezeichnet.

Zwar verehren die Silva auch die anderen Arwah, jedoch ist in manchen Gemeinschaften eine deutliche Abstufung der anderen Götter erkennbar.

Durch ihre tiefe Verehrung zu Virione streben die meisten Silva wie die Göttin selbst nach der Jagd. Wird in einer Siedlung eine Jagd ausgerufen, so wird am Ende auch immer der König oder die Königin der Jagd bestimmt. Eine Ehrung, von der die Silva glauben, das es ihre Seele der Arwah Virione nähe bringt.

Anderen Völkern und Kulturen gegenüber sind die Silva relativ aufgeschlossenen. Reisende sind ihnen Willkommen, solange sie der Natur den gebührenden Respekt zollen.

Lediglich den Zwergen und Menschen gegenüber verhalten sich die Nymphen etwas kühler, denn die Nymphen haben noch nicht vergessen, dass sie es waren, die ihr Volk in den Krieg hinein gezerrt haben.