Stamm der Shargam

Firenja Stamm der Shargam

Unter der Führung von Kelraz Shargam wanderten die grauhäutigen Orks, welche sich fortan den Stamm der Shargam nannten tief in den Westen des Kontinents.

In die Wälder am Fuß der Berge zogen sie sich zurück, wo sie abgeschnitten von der Welt lebten. Weder mischten sie sich in die Bündnisse der Völker noch in das Kriegsgeschehen selbst ein.

Stattdessen widmeten sie ihr Leben ganz der Natur.

Nach einigen Jahrzehnten war es mehr die Natur selbst, welche die Shargam verehrten und nicht mehr länger einzig die Arwah.

So entstand erstmals der Glaube an die Ragosh, die Geister der Natur, welche dem Volk der Orks durch Zeichen den richtigen Weg weisen.

Diese Zeichen zu lesen und zu deuten sollte fortan die Aufgabe der Rag‘thar sein.

Den Stand einen Rag‘thar zu erreichen, was in etwa „von den Geistern erwählt“ bedeutet, war jedoch den Shargam vorenthalten, die eine magische Begabung ihr Eigen nannten.

Zu ihren Aufgaben gehörte das Durchführen von spirituellen Ritualen oder Zeremonien, um die Ragosh zu ehren. Oder aber den Willen der Geister aus Ereignissen oder Naturschauspielen heraus zu deuten. Auch waren viele der Rag‘thar Kräuterkundige oder besaßen alchemistische Fähigkeiten und medizinisches Wissen.

Zudem wurden sie hinzugezogen, wenn es Streitigkeiten gab, um über Recht und Unrecht zu entscheiden.

Mit diesen Fähigkeiten kümmerten sie sich um den Stamm.

Die Führung des Stamms ging nach dem Ableben von Kelraz Shargam nicht in die Hände seiner Erben über, sondern in die der stärksten und mächtigsten Rag‘thar, welche den Stamm von diesem Moment an als Rat der Rag‘thar führten.

Jedoch verloren die Rag‘thar nach dem Bruch der Welt, rasch ihren Einfluss, da auch sie ihre Magie verloren hatten und nun nicht länger erwählt zu sein schienen.

Das Leben der Shargam war nun ein einfaches Leben und die Verehrung der Rag‘thar, die vorher einen großen Platz in ihrem Leben eingenommen hatte, gehörte der Vergangenheit an.

Nun war es jedem Shargam erlaubt Gebete an die Ragosh zu richten und um deren Segen zu bitten.

Als viele Jahre nach Valverahs wieder Shargam geboren wurden die eine magische Begabung besaßen, flammte das Vertrauen in die, die sich einen Rag‘thar nannten wieder auf. Doch eine solche Verehrung, wie zu der Zeit vor dem Bruch der Welt erreichten sie nie wieder.

In der jetzigen Zeit haben sich auf manchen Inseln die Shargam wieder mit den Magra verbündet. In diesen Gemeinschaften nehmen die Rag‘thar der Shargam hin und wieder die Rolle von spirituellen Beratern ein oder nutzen Alchemie und Kräuterkunde und ein Leben als Heiler zu führen.

Allerdings befassen sich viele Rag‘thar allein mit der Deutung des Willen der Ragosh. Dieser wird durch das Werfen von Runensteinen oder Tierknochen gedeutet, aber auch durch das Verbrennen von Wurzeln deren aufsteigender Rauch gedeutet wird.

Neben jenen die sich mit den Magra verbündet haben leben auch heute immer noch sehr viele Shargam zurückgezogen. Fremden begegnen sie mit dem nötigen Respekt, mehr jedoch nicht.

Äußeres der Shargam

Die Haut der Shargam besitzt eine gräuliche Färbung. Ihr Haar ist wie das der meisten Orks ziemlich dick, aber für gewöhnlich recht glatt. Zudem ist es üblich das Haar lang zu tragen.

Im Vergleich zu den Orks der anderen Stämme wirken Shargam wesentlich schmächtig, auch sind sie nicht so groß und verfügen selten über große Körperkraft.

Ihre Hauer sind ebenfalls wesentlich schwächer ausgebildet als die der Grommok.

Was die Kleidung betrifft bevorzugen die Shargam leichte Kleidung aus Tuch oder gewebter Wolle.

Im Gegensatz zu den Vertretern anderer Stämme legen sie Wert darauf sich mit ihrer Kleidung ordentlich zu bedecken. Als absolut unschicklich und unzivilisiert gilt, ohne Schuhe herumzulaufen. So tragen die meisten Shargam geflochtene Sandalen.

An hohen, religiösen Feiertagen legen viele der Orks feierliche Gewänder an.

Ganz besonders die Rag‘thar schmücken sich, um Zeremonien zu halten oder Feierlichkeiten zu begehen!

Auf ihre graue Haut werden mit einer weißlichen, aus der Natur gewonnenen Paste, Runen aufgezeichnet, welche das Element des Trägers repräsentieren, sowie die Verbundenheit mit den Ragosh.

Zusätzlich wird ihr langes Haar zu vielen kleinen Zöpfen geflochten in welche sie unter anderem Federn, Muscheln, Schneckenhäuser, einzelne Tierknochen, Wurzelstücke, Lederbänder, geschnitztes Horn oder andere Schätze der Natur einflechten.

Die Männer der Shargam verfügen über keinerlei Bartwuchs und sowohl Männer als auch Frauen erleben kein altersbedingtes ergrauen des Haares.

Steckbrief

  • Attribut: handwerklich und magische begabt    
  • Bonus: erhöhte Steigerung der Kräutersammler Erfahrung    
  • Statur: schmächtig, klein gewachsen
  • Größe: 1,50m – 1,70m
  • Alter: 60 Jahre bis maximal 75 Jahre
  • Hautfarbe: gräuliche Hautfarbe
  • Haarfarbe: schwarz, braun, rot (natürlicher Farbton)
  • Augenfarbe: grün, blau, grau, violett, goldgelb

Das Wesen der Shargam

Die Orks des Stammes der Shargam sind ein eher spirituelles Volk. Bevor ihr Volk sich trennte war es der Glaube an die Arwah, den sie sehr ehrten.

Doch schon vor dem Bruch der Welt hatten sich die Shargam bereits sehr zurückgezogen und ihr Glaube an die Geister der Natur selbst, die Ragosh festigte sich.

Auch wenn die Orkstämme vor Valverahs sehr voneinander abgeneigt waren, schwappte der Glaube an die Ragosh auch auf die anderen beiden Stämme über und festigte sich zu Teilen auch dort.

Shargam besitzen oftmals ein sehr ruhiges und ausgeglichenes Wesen. Bevor sie handeln denken sie für gewöhnlich genauestens über die Konsequenzen nach.

Auch gehören die Shargam zu einem der wenigen Völker die sich tiefsinnige Gedanken machen über die eigene Existenz, den Willen der Götter und der Ragosh sowie über das Leben und seine Bedeutung.

Eine weitere Eigenart des Stammes ist es, das sie sich rein von dem ernähren, was ihnen die Natur bietet. Wurzeln, Früchte, Gemüse, verzehrbare Gräser und Blätter oder auch Nüsse bilden ihre Hauptnahrungsquelle. Tiere werden, wenn überhaupt als Nutzvieh gehalten für Milch, Wolle oder Eier.

Tierknochen die zum Weissagen oder der Zierde des Haares gewonnen werden, werden nur von Tierkadavern genommen, auf natürliche Weise gestorben sind.

Bei den anderen Stämmen stoßen sie mit diesem Verhalten jedoch auf großes Unverständnis.